Artischocken

Die Artischocke findet man heutzutage eher noch auf der Pizza beim Italiener um die Ecke, aber die Artischocke ist nicht nur ein Gemüse, sie zählt zu den Heilpflanzen und fördert die Arbeit von Galle und Leber im Körper. Außerdem hilft die Artischocke beim Abnehmen und senkt den Cholesterinspiegel. Schon seit Jahrhunderten wird die Artischocke bei Verdauungsproblemen eingesetzt und in der Regel als Saft oder Tee konsumiert. In der Apotheke auch als Tabletten, Kapseln, Dragees oder Brausetabletten erhältlich, welche meistens mit verschiedenen zusätzlichen Vitaminen angereichert wurden.


© marylooo, Artischocken


Die Artischocke hat sich vor etwa 2.000 Jahren aus den arabischen Ländern durch den expandierenden Handel in den Mittelmeerraum verbreitet. In einigen Ländern dachte man viele Jahre, dass die Artischocke eine tödliche Wirkung habe und war lange Zeit eher eine Zierpflanze im Haus. Mittlerweile wird die Artischocke überall da angebaut, wo es das Klima zulässt und ist nun in fast jedem Markt erhältlich.

Der Artischockentee

Ein Artischockentee kann man einfach selbst zu Hause ohne viel Aufwand brühen. Man nimmt hierzu einfach 1 Teelöffel getrockneter Artischocken-Blätter und übergießt diese mit 150 ml kochendem Wasser. Abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen, damit sich die Wirkung entfalten kann. Anschließend die Blätter durch ein Sieb gießen und bei Bedarf den bitteren Geschmack der Artischocke mit Honig versüßen. Der Artischockentee regt den Appetit an – einfach eine halbe Stunden vor dem Essen einen trinken. Um die Verdauung anzuregen, direkt nach der Mahlzeit eine Tasse davon trinken.

Der Artischockensaft

Den Artischickensaft presst man aus frischen Blättern oder kauft ihn als fertigen Frischpflanzenpresssaft. Von dem Saft trinkt man im Normalfall etwa 25 ml. Hilft gut bei Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und steigert das eigene Wohlbefinden. Es fördert die Arbeit von Galle und Leber im Körper und senkt den Cholesterinspiegel.

Die Artischocke als Gemüse

Bei den üblichen Gerichten mit der Artischocke als Gemüse werden die fleischigen Teile der Artischockenblüte in heißem Salzwasser mit etwas Zitrone für etwa 30-40 Minuten gekocht. Zu beachten ist allerdings, dass bei dieser Zubereitung fast alle wertvollen Inhaltsstoffe der Artischocke verloren gehen und die Wirkung weniger die einer Heilpflanze ist. Dafür schmeckt die Artischocke jetzt nun mehr als genial und ist eine Gaumenfreude für Jedermann.

Selbst Artischocken anbauen

Mittlerweile bieten Baumärkte im Frühjahr preiswerte Pflanzen an. Mit reichlich Kompost, Wasser und ausreichend Dünger kann die Pflanze in der eigenen Küche sehr schnell heranwachsen. Damit die Artischocken in Ruhe leben kann, braucht sie einen windgeschützten, sonnigen und sehr warmen Platz. Zum Keimen braucht der Samen etwa 25°C und einen tiefgründigen und sehr lockeren Boden.

Steckbrief
Wissenschaftlicher Name: Cynara scolymus L.
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
Englischer Name: Artichoke
Falsche Schreibweisen: Artischoke
Verwendete Pflanzenteile: Hüllen der Blütenköpfe, Blätter, Pflanzensaft, Wurzel
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Caffeoylchinasäuren, Cynarin, Cynaropikrin, Cynarosid, Enzyme, Flavonoide, Gerbsäure, Inulin, Scolymosid
Nicht einnehmen bei: Artischocken-Allergie, Allergien gegen Korbblütler, wenn die Gefahr eines Verschlusses der Gallenwege besteht.
Wechselwirkungen: Keine bekannt
Nebenwirkungen: Keine bekannt
Tagesdosis: 6 Gramm (getrocknete Blätter)
Sammelzeit: Spätsommer, Herbst

Heilwirkungen

blutzuckersenkend, choleretisch, leberregenerierend, leberschützend, leberstärkend, spasmolytisch, verdauungsfördernd, cholesterinsenkend, entzündungshemmend, gallefördernd, krampflösend, antiphlogistisch, antioxidativ, appetitanregend

Anwendungsbereiche

Bauchschmerzen, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Blähungen, Gallenschwäche, Gallensteine, Hypercholesterinämie, Übelkeit, Leberschwäche, Leberzellen wachsen besser, Appetitlosigkeit, Cholesterinablagerungen werden gelöst, Diabetes, Fettverdauung wird verbessert

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