Leinsamen

Aus den Leinsamen wird seit tausenden von Jahren bereits Öl hergestellt. Die gesunden Samen waren schon im antiken Griechenland als effektives Heilmittel bekannt und wuden um 5.000 v. Chr. von den Menschen angebaut. Bis ins 18. Jahrhundert galt Leinen als der wichtigste Textilrohstoff. Abgelöst wurde dieser Rohstoff dann von der heute beliebten Baumwolle oder auch synthetischen Fasern. Wer Verstopfung oder Magendarmbeschwerden hat, greift oft auf Leinsamen zurück. Wie auch Flohsamenschalen unterstützen diese sanft und effektiv die Verdauung.


Leinsamen


Die lateinische Bezeichnung für Leinsamen lautet „Linum usitatissimum“, was soviel bedeutet wie „äußerst nützlicher Lein“. Das Gewächs zählt zu den ältesten bekannten Nutzpflanzen der Welt. Bereits um 5.000 v. Chr. wurde Lein von den Menschen angebaut. Aber nicht nur zum Verzehr, denn die Flachsfasern verarbeitete man zu Stoffen. Bis ins 18. Jahrhundert galt Leinen als der wichtigste Textilrohstoff. Später kam dann die Baumwolle und darauffolgend synthetische Fasern hinzu. Leinsamen und Leinöl war bereits im antiken Griechenland als effektives Heilmittel bekannt, um gegen verschiedene Beschwerden im Körper vorzugehen.

Leinsamen regen die Verdauung an

Die wirklich wirksamen Inhaltsstoffe für den Körper befinden sich nicht im Leingewächs selbst, sondern in den Samenschalen. Dort kommen etliche nützliche Schleimstoffe vor, welche sich unter anderem aus den Zuckern Xylose, Galactose und Galacturonsäure zusammensetzen. Außerdem befinden sich in den Leinsamen etwa 25 Prozent Ballaststoffe, etwa 25 Prozent Eiweiß und 35 bis 45 Prozent gesundes Öl. Dieses besteht vor allem aus Öl-, Linol- und Linolensäure. Die genannte Linolensäure gehört zu den bekannten Omega-3-Fettsäuren, welchen sehr gesunde Heilwirkung im Körper nachgesagt wird.
 Außerdem sind in kleinsten Mengen Lignane in den Samen enthalten.

Welche Wirkung haben Leinsamen auf unseren Körper?

Die Schleimstoffe in den Samenschalen quellen im Darmtrakt auf und regen unseren Darm sanft und auf natürliche Weise an. Die Samen binden Wasser, vergrößern den Darminhalt und beschleunigen somit den Verdauungsprozess. Außerdem befördert das Öl in den Leinsamen den Darminhalt schneller zum Darmausgang. Wie auch Flohsamenschalen eignen sich die Leinsamen somit gegen Verdauungsprobleme und Verstopfung. Wichtig dabei ist, dass dabei geschrotete Leinsamen verwendet werden, da diese sich besser mit Wasser vollsaugen können und nicht den Darmtrakt effektlos verlassen. Experten raten zusätzlich zur Einnahme von Leinsamen gegen Verstopfung viel zu trinken, um nachträgliche negative Beschwerden zu vermeiden. Außerdem sollen Leinsamen gegen Krankheiten wie Prostata-, Dickdarm- und Brustkrebs vorbeugen.

Wie und wann wirken Leinsamen?

Wichtig zu wissen ist, dass Leinsamen in unserem Darm nicht sofort einen Effekt erzielen und fühlbar sind. Erst nach etwa 2-3 Tagen merkt man, dass die Verdauung langsam durch die Samen angeregt wird. Wer während dieser Phase zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, läuft Gefahr, dass der Darm durch die Leinsamen verkleben. Im schlimmsten Fall kann sich dadurch ein unangenehmer Darmverschluss entwickeln. Geschrotete Leinsamen verlieren im Kühlschrank schnell ihre Wirkung, da beim Zerkleinern bezeihungsweise verschroten die beinhaltenden Fettsäuren in den Samen freigesetzt werden, die sich rasch auch im gekühlten Zustand zersetzen.

Wann sollte man Leinsamen nicht einsetzen?

Haben Sie in ihrem Leben bereits einen Darmverschluss erlitten, ist bei Ihnen die Speiseröhre, der Magen oder Darm verengt oder haben Sie gerade eine Entzündung im Magen-Darm-Bereich, dann sollten Sie Leinsamen nicht einsetzen, um die Verdauung anzuregen. Auch schwangere Frauen sollten auf Leinsamen bewußt verzichten, da es heißt die Einnahme der Samen würde ein Risiko auf eine Frühgeburt erhöhen. Wenn Sie während der Schwangerschaft an einer unangenehmen Verstopfung leiden, sollten Sie das Thema unbedingt mit Ihrem Frauenarzt besprechen.

Wie sieht das Leingewächs aus?

Das Leingewächs wird etwa einen Meter hoch und besitzt einen aufrechten, im oberen Teil verzweigten Stängel, ähnlich wie eine schöne Blume auf der Weide. Die Blätter stehen wechselständig zueinander und haben eine ganz glatte Oberfläche. Die Blüten des Lein sind fünfzählig und schimmern hellblau. Die Frucht ist eine rundliche Kapsel, die mehrere bräunlich glänzende Leinsamen je Pflanze enthält. 
Lein gehört zu den Leingewächsen, ist ein Sommergewächs und blüht zwischen Juni und August. Lein wird seit tausenden von Jahren bereits weltweit als Kulturpflanze angebaut. Die genaue Herkunft der Pflanze ist bislang nicht bekannt.


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