Saftfasten

Das Saftfasten eignet sich für eine kurze Kur oder für ein paar Fastentage zwischendurch. Dabei werden verschiedene Säfte getrunken, um dem Körper wertvolle Vitalstoffe aus Früchten, Kräutern, Beeren und Gemüsen zuzuführen und die Verdauung zu schonen. Wir stellen Ihnen ein paar Säfte vor die beim Saftfasten definitiv nicht fehlen sollten.


© pilipphoto, Saftfasten


Das Saftfasten ist die abgemilderte Form vom bekannten Teefasten und bedarf etwas weniger Durchhaltevermögen, da das Hungergefühl während dieser Zeit nicht ganz so groß ist. Diese Art von Fasten gehört jedoch immer noch zu den Arten des Heilfastens und wurde von Prof. Dr. Herbert Krauß (1909–1991) geprägt, welcher über 10.000 Patienten mit Saftfasten behandelte und zählt bis heute zu einer der beliebtesten Fastenarten. In vielen Fastenkonzepten wird das Saftfasten mit dem Fastenwandern verbunden, welches heute weniger auf die medizinische Behandlung, sondern eher auf die Verbesserung des Wohlbefindens in Form von natürlicher Körperentgiftung und auf die allgemeine Regeneration abzielt.

Prof. Dr. Herbert Krauß war von diesem Konzept mehr als überzeugt

Durch das Saftfasten soll der gesamte Körper und insbesondere der Darm gereinigt werden. Zusätzlich soll der Organismus von Schlacken sowie schädlichen Giften vom Mundraum bis zum Darmende gereinigt werden. Ein Gewichtsverlust wird sich hierbei ebenso schnell einstellen, da Säfte kaum Kalorien enthalten. Von diesem Konzept war Prof. Dr. Herbert Krauß überzeugt und behandelte seine Patienten parallel zu allen Medikamenten mit dieser Fastenkur.

Wie läuft das Saftfasten denn genau ab?

Das Saftfasten wird eingeleitet mit einem Obsttag. Dieser Tag soll durch die sättigende Wirkung der Ballaststoffe den Anfang des Saftfastens erleichtern. Beim Saftfasten wird täglich sehr viel Obst- und Gemüsesaft zu sich genommen. In welcher Menge und in welcher Reihenfolge man das macht bleibt jedem selbst überlassen. Jede Portion Saft sollte aber 600 ml nicht überschreiten. Idealerweise sollte sie zwischen 240 und 500 ml pro Mahlzeit liegen. Eine Mischung aus Gemüse- und Obstsäften erleichtert es während dieser Fastenkur durchzuhalten. Frisch gepresster Saft verspricht die gesunde Menge an Vitaminen sowie Mineralstoffen, damit der Körper sich munter fühlen kann.

Im Durchschnitt liegt die Energiemenge bei 150 bis 300 kcal, welche täglich beim Saftfasten zu sich genommen wird. Zusätzlich kann Wasser und Tee getrunken werden. Die anschließende sogenannte Aufbauphase dient dazu, den Körper wieder langsam an feste und reichhaltigere Nahrung zu gewöhnen. Dieser ist nötig, um den Stoffwechsel und den Darm nicht zu überfordern sowie möglichst den berüchtigten Jo-Jo-Effekt bei einem Diätprogramm zu verhindern. In Kurkliniken liegt die Dauer des Saftfastens in der Regel bei 1 bis 3 Wochen. Zu Hause können einzelne Safttage zur Entlastung des Stoffwechsels durchgeführt werden. Neben dem Fasten werden auch viel Bewegung an frischer Luft sowie Saunagänge empfohlen.

Welche Säfte sind beim Saftfasten am beliebtesten?

Früchte wie Pflaumen, Bananen, Avocados oder Kokosnüsse, welche ohnehin wenig Saft ergeben, dürfen beim Saftfasten auch als ganzes gegessen werden. Zur Ergänzung der Nährstoffe darf Trockenobst verzehrt werden. Frischpflanzensäfte, wie beispielsweise Brennnessel oder Löwenzahn werden begleitend zum Saftfasten empfohlen und ist beim Fasten sehr gesund und beliebt.

Besonders beliebt sind Saftkuren mit Heilpflanzen. Wir haben Ihnen weiter unten 25 sehr interessante Saftarten ausgesucht und beschrieben, welche beim Saftfasten sehr beliebt sind. Heilpflanzensäfte können immer mal wieder zu sich genommen werden und machen das Saftfasten zu einem Erlebnis.

  • Artischockensaft: Dieser Saft unterstützt unsere Leber und Galle bei der Entgiftung, wirkt durch seine Bitterstoffe verdauungsanregend und findet beim Saftfasten sehr große Beliebtheit.
  • Baldriansaft: Dieser Saft wird bei Nervosität und Einschlafstörungen getrunken und meistens abends eingenommen. Viele Menschen trinken diesen jedoch auch einfach mal zwischendurch zur Beruhigung.
  • Brennnesselsaft: Dieser Saft wird wegen seines hohen Gehalts an Mineralien als bewährtes Blutreinigungs- und Blutbildungs- und Schlankheitsmittel verwendet. Außerdem fördert der Brennesselsaft die Verdauung.
  • Echinacinsaft: Der Echinacinsaft ist auch bekannt als Sonnenhutsaft und unterstützt unser Immunsystem bei der täglichen Arbeit.
  • Fenchelsaft: Dieser Saft lindert Magen- und Darmverstimmungen und wirkt sehr schleimlösend.
  • Gänsefingerkrautsaft: Dieser Saft lindert Schmerzen während der Menstruation und wird deshalb auch von Frauen beim Saftfasten getrunken.
  • Gurkensaft: Der Gurkensaft versorgt Ihren Körper mit viel Flüssigkeit und Kalium. Außerdem soll er optimal gegen den bekannten Kater wirken.
  • Huflattichsaft: Dieser Saft ist reich an Kalium, Natrium und Kalzium. Er hilft gegen Husten und verschleimten Atemwegen.
  • Johanniskrautsaft: Dieser Saft dämpft wie auch der Baldriansaft Nervosität, lindert Nervenschmerzen und depressive Verstimmungen.
  • Kamillensaft: Der Saft der Kamille hilft gegen Entzündungen der Magenschleimhäute. Jedoch nur Entzündungen ohne organische Ursachen.
  • Karottensaft: Dieser Saft enthält eine Menge Provitamin A für schöne reine Haut und gute Augen.
  • Knoblauchsaft: Dieser übel riechende Saft wirkt blutdrucksenkend, fördert die Blutzirkulation bei Arterienverkalkung und stärkt den gesamten Organismus.
  • Kartoffelsaft: Der Kartoffelsaft verhindert Sodbrennen und reguliert die Verdauung.
  • Löwenzahnsaft: Dieser Saft enthält sehr viele Bitterstoffe, fördert den Gallenfluss, stärkt die Leber und reinigt bekanntlich das Blut.
  • Melissensaft: Dieser Saft unterstützt bei Magen-Darmbeschwerden.
  • Rote-Rübensaft: Dieser Saft ist ein Powertrunk für geschwächte Menschen, Rekonvaleszenten, Sportler und Schwangere. Hat eine harntreibende Wirkung.
  • Sanddornsaft: Der Sanddornsaft hat einen hohen Gehalt an Vitamin C, wirkt vorbeugend gegen Erkältungen, Infektionen und fieberhafte Erkrankungen und steigert die Leistung bei geistiger Überarbeitung.
  • Sauerkrautsaft: Dieser Saft fördert die Verdauung, stärkt den Darm und dadurch das gesamte Immunsystem.
  • Selleriesaft: Der Selleriesaft wirkt verdauungsfördernd, beruhigend und ist besonders gut gegen Sodbrennen.
  • Spitzwegerichsaft: Dieser Saft hat einen hohen Gehalt an Kieselsäure, günstige Wirkung bei Katarrhen der Luftwege.
  • Thymiansaft: Der Thymiansaft löst den Schleim bei Erkältungen und macht die Atemwege frei.
  • Tomatensaft: Dieser Saft hat einen hohen Gehalt an Lykopin, welches die Zellen schützt und von innen einen Lichtschutzfaktor aufbaut.
  • Weißdornsaft: Der Weißdornsaft enthält das herzwirksame Carataegus-Lacton der Früchte, stärkt Herz und Kreislauf, ausgleichend bei zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck.
  • Weißkohlsaft: Der Saft wirkt im Körper antibakteriell und ist unter anderem hilfreich bei Hautentzündungen.
  • Zinnkrautsaft: Dieser Saft hat einen hohen Kieselsäuregehalt, zur Durchspülung bei Entzündung der ableitenden Harnwege, harntreibend, entwässernd und wirkt blutstillend.

Saftfasten ist sehr beliebt bei Menschen die abnehmen möchten

Menschen die abnehmen möchten suchen sich gerne Methoden heraus die den Körper nicht stark strapazieren und die Willenstärke nicht so sehr fordern. Beim Saftfasten werden kaum Kalorien zu sich genommen, es ist wohlschmeckend, ein starkes Hungergefühl tritt in der Regel nicht ein und dem Körper werden alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zugeführt. Quasi eine ideale Voraussetzung für ein Diätprogramm auch mal zwischendurch ohne großartige Vorbereitung.

Die Nebenwirkungen beim Saftfasten sind kurzweilig

Die ersten drei Tage beim Saftfasten werden üblicherweise mit einigen Schwächegefühlen und Kopfschmerzen begleitet. Das liegt an der Umstellung des Stoffwechsels durch die Nahrungsumstellung. Ab dem vierten Tag ist jedoch auch der Körper auf die Fastenzeit eingestellt und ihr Wohlbefinden müsste sich nach und nach steigern.

Kann denn das Saftfasten schädlich für den Körper sein?

Ob Ihrem Körper das Saftfasten nicht wirklich gut tut, erkennen Sie in der Regel bereits nach den ersten beiden Tagen. Wenn nach dem Verzehr von Obst- und Fruchtsäften Durchfall, Übelkeit oder Blähungen auftreten, kann eine Fruchtzuckerunverträglichkeit bei Ihnen vorliegen. In diesem Fall sollten Sie sich beim Saftfasten lediglich auf Gemüsesäfte konzentrieren, denn diese Säfte haben bekanntlich keine Fruchtbestandteile.


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